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Berechnung der Slot Gewinne erklärt

Wie werden Gewinne bei Spielautomaten berechnet?

Von Sabine Löwenberger am 01.02.2026

Lesezeit ca. 15 Min

Wir erklären dir, wie die Gewinne an Spielautomaten berechnet werden

Spielautomaten sind in verschiedenen Designs und Formaten bekannt. Wie sich die Spielautomaten Gewinne berechnen lassen, wissen jedoch nur die wenigsten Spieler. Hier erfährst du, worauf die Ermittlung der Gewinne bei Slots basiert und welche Rolle der RTP-Wert, Zufallsgenerator und die Volatilität spielen.

Was sind Spielautomaten?

Ein Spielautomat besteht aus drei oder fünf rotierenden Walzen, auf denen verschiedene Symbole platziert sind. Ziel des Spiels ist es, gleiche Symbole zu kombinieren, die sich auf einer Gewinnlinie befinden.

Die Anzahl der Gewinnlinien variiert stark. Es gibt Spielautomaten mit nur einer Linie, andere bieten 20, 30, 50 oder mehr Paylines.

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Spielautomaten basieren meist auf drei, fünf oder mehr Walzen.

Historische Entwicklung der Slot Spiele

Die ersten Spielautomaten erschienen Ende des 19. Jahrhunderts, als Sittman & Pitt, eine Firma in New York, das erste Gerät vorstellte.

Das Spiel bestand aus fünf Walzen, auf denen sich Spielkarten befanden. Die Spieler erhielten einen Gewinn, wenn sie eine gewinnende Pokerhand erstellten.

Der Maschinenbauer Charles August Frey entwickelte 1895 eine vereinfachte Variante, die nur aus drei Walzen bestand und durch einen Hebel in Bewegung gesetzt wurden.

Moderne Spielautomaten, die du heute in Spielbanken und in den Spielotheken findest, werden elektronisch gesteuert. Prozessoren, Motherboards und Algorithmen sorgen für zufällige Ergebnisse der Spielrunden.

Die Welt der Online-Spielhallen fand ihren Ursprung in den 1990er Jahren, als die Softwareunternehmen Cryptologic und Microgaming die erste Spieleplattform vorstellten.

Die Spieleauswahl war zunächst begrenzt. Doch die rapide Entwicklung der Technologie ermöglichte es den Herstellern, Spiele mit besserer Grafik und Funktionen zu entwickeln.

Grundlagen der Gewinnberechnung in Spielautomaten

Die Berechnung der Gewinne an Spielautomaten basiert auf einem Zufallsprinzip. Dass die Ergebnisse der Spielrunden zufällig verlaufen, wird durch einen Zufallsgenerator, auch bekannt als RNG (Random Number Generator), sichergestellt.

Der RNG ist ein Algorithmus, der zufällige Zahlen generiert. Diese Zahlen bestimmen die Position der Walzen und der Symbole. In jeder Spielrunde erfolgt eine neue Generierung der Zahlen, unabhängig von der vorhergehenden und der zukünftigen Spielrunde.

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RTP-Wert und Volatilität der Slot Machines

Der RTP (Return to Player) spielt ebenfalls eine zentrale Rolle. Der Wert gibt an, welcher Anteil der Spieleinsätze wieder an die Spieler zurückfließt.

Beträgt der RTP-Wert (Auszahlungsquote bei Spielautomaten) beispielsweise 95,00 %, fließen bei einem Gesamteinsatz von 100 Euro langfristig gesehen 95 Euro wieder an den Spieler zurück.

Ein weiterer Faktor, der das Spielgeschehen beeinflusst, ist die Volatilität oder Varianz des Spiels.

Automaten mit niedriger Volatilität zahlen regelmäßig aus, aber in der Regel handelt es sich um kleinere Gewinne.

Rangiert die Varianz der Slots im mittleren Bereich, ist das Verhältnis zwischen der Häufigkeit und der Höhe der Gewinne ausgewogen.

Spielautomaten mit hoher Varianz unterliegen in Bezug auf die Regelmäßigkeit der Auszahlungen stärkeren Schwankungen. Das bedeutet, es kann eine Weile dauern, bis du einen Gewinn erzielst, dieser fällt aber im Durchschnitt höher aus.

Gewinnformel für Automatenspiele

Bei der Betrachtung der Gewinnchancen und der Berechnung handelt es sich um einen statistischen Wert, der über einen langen Zeitraum hinweg ermittelt wird.

Das heißt, der Return to Player beschreibt lediglich den theoretischen Gewinn. Dieser kann stark vom realen Gewinn abweichen.

So kannst du bei einem Gesamteinsatz von 100 Euro mit einem Gewinn in Höhe von 350 Euro deine Spielsitzung beenden. Es ist aber auch möglich, dass du dein gesamtes Budget verlierst.

Dennoch kannst du langfristig davon ausgehen, dass die Wahrscheinlichkeit, einen Gewinn zu erzielen, höher ist, je höher die RTP der Spielautomaten ist.

Du kannst für deine Berechnungen diese einfache Formel anwenden:

Einsatz x RTP / 100 = Gewinne

Zum Beispiel: Beträgt die Slot Machine Auszahlungsquote 91,80 % und spielst du mit einem Einsatz von 1,00 Euro pro Spielrunde, beläuft sich die langfristig zu erwartende Auszahlung pro eingesetztem Euro auf 0,918 Euro:

1 € x 91,80 % / 100 = 0,918 €

Bei einem Einsatz von 0,20 € pro Spin würde die Rechnung so aussehen:

0,20 € x 91,80 % / 100 = 0,1836 €

Symbolkombinationen und Gewinnlinien

Du generierst in Spielautomaten einen Gewinn, wenn mehrere gleiche Symbole auf dem Spielfeld kombiniert werden.

Je mehr gleiche Symbole du kombinierst, desto höher fällt der Gewinn aus. Diese Angaben findest du in der Auszahlungstabelle, die in jedem Spiel vorhanden ist.

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In der Auszahlungstabelle der Slots findest du die Symbole und ihre Werte.

Paylines und Gewinnwege

In den meisten klassischen Slot Spielen gibt es Gewinnlinien, die von links nach rechts auf dem Spielfeld verlaufen. Dabei kann es sich um nur eine Gewinnlinie handeln, aber auch um 10, 20, 30 und mehr.

Die Kombination der Symbole muss auf einer Gewinnlinie erscheinen, damit eine Auszahlung generiert werden kann.

Bei einigen Spielen kannst du die Gewinnlinien aktivieren oder deaktivieren. Der Einsatz wird in diesem Fall pro Gewinnlinie platziert.

Beispiel: Ein Slot hat 10 Gewinnlinien. Der Einsatz pro Linie beträgt mindestens 0,01 Euro. Sind alle Paylines aktiv, beträgt der Gesamteinsatz dann 0,10 Euro. Erhöhst du den Linieneinsatz, zum Beispiel auf 0,05 Euro, beträgt der Gesamteinsatz 0,50 Euro.

Tipp: Aktiviere nach Möglichkeit immer alle Gewinnlinien, denn so erhöhen sich deine Gewinnchancen.

Bei anderen Slots hingegen sind diese Linien fixiert. Das bedeutet, du entscheidest dich nur für den Gesamteinsatz pro Spielrunde.

Gewinnwege sind eine Alternative zu den klassischen Gewinnlinien. Um einen Gewinn zu generieren, müssen gleiche Symbole von links nach rechts auf benachbarten Walzen erscheinen.

Megaways und Cluster Pays

Megaways Slots sind eine beliebte Weiterentwicklung dieses Konzepts. Bei diesen Spielen verändert sich die Anzahl der Symbole auf den Walzen.

So können durch die Megaways Mechanik zwei Symbole auf einer Walze erscheinen, aber auch sechs oder sieben. Je mehr Symbole erspielt werden, desto mehr Gewinnwege offenbaren sich.

Slots mit der Cluster-Mechanik, auch Avalanche-Feature und Cluster Pay Slots genannt, sind ebenfalls sehr populär. Spielautomaten Gewinne entstehen, wenn eine bestimmte Anzahl an Symbolen in einer Gruppe zusammenkommen.

Die Besonderheit bei diesen Automatenspielen ist, dass die Symbole, die eine Gewinnkombination generieren, vom Spielfeld verschwinden und durch neue ersetzt werden. Dieses Feature bietet dir eine weitere Chance auf eine Auszahlung in derselben Spielrunde.

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In den Megaways Slots ist die Anzahl der Symbole und Gewinnlinien dynamisch.

Multiplikatoren & Wilds

Zusätzlich zu den Auszahlungen, die durch die Gewinnkombinationen generiert werden, gibt es in einigen Automatenspielen zusätzliche Funktionen, wie Freispiele mit besonderen Features und Joker.

Multiplikatoren in Freispielen und dem Basisspiel spielen ebenfalls eine zentrale Rolle, denn sie können deine Auszahlung vervielfachen.

Aktiviert werden sie zum Beispiel, wenn in eine Gewinnkombination ein Wild oder ein bestimmtes Sondersymbol involviert ist. Das Wild ist ein Joker, der die anderen Symbole ersetzt.

Besagte Multiplikatoren können sich während des Spielgeschehens auch erhöhen, etwa wenn du in einer Spielrunde mehrere Gewinne generierst.

Dies geschieht zum Beispiel bei Slots mit dem Cluster-Feature. Bei einigen Spielen wird der Multiplikator nur in Freispiel-Bonusrunden aktiv.

Scatter, Bonusspiele und Sonderfunktionen

Scatter sind ebenfalls wichtige Sondersymbole, die an beliebigen Positionen erscheinen können, also nicht auf einer aktiven Gewinnlinie oder im Cluster.

Bei einigen Online Slots zahlen Scatter einfach nur Gewinne aus. Dies ist in der Regel bei den Classic Slots der Fall.

In den meisten Fällen jedoch aktiviert eine festgelegte Anzahl an Scatter-Symbolen die Freispiele oder andere Bonusrunden, zum Beispiel Pick-A-Box-Features.

Informationen über Sondersymbole und Funktionen bei einem Spiel findest du am einfachsten in der Auszahlungstabelle. Detaillierte Informationen gibt es zudem in der Spielebeschreibung.

Rechtliche Vorgaben und Regulatorisches

Das virtuelle Automatenspiel wird von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) reguliert. Die Behörde überwacht zudem die Umsetzung der Vorgaben des Glücksspielstaatvertrags.

Die Gesetzgebung sieht unter anderem vor, dass der höchstmögliche Gewinn im Spiel angegeben werden muss. Zudem ist die Angabe der Wahrscheinlichkeit, den Höchstgewinn zu erspielen, obligatorisch.

Weiterhin müssen Hersteller und Betreiber den RTP im Spiel angeben. Das bedeutet, sobald du den Slot öffnest, hast du die ganze Zeit Zugriff auf diese Informationen.

Während Transparenz in Bezug auf wichtige Informationen zu den Spielen in einer Online Spielothek mit GGL Lizenz zu den zentralen Vorgaben gehört, ist es bei illegalen Anbietern nicht selbstverständlich, dass diese Daten offengelegt werden.

Ein Beispiel: In Deutschland müssen alle Einsätze sowie das verfügbare Guthaben auf deinem Spielerkonto in Euro angegeben werden. Illegale Glücksspielanbieter geben Einsätze, Gewinne und Verluste oft in Münzen an. So ist es möglich, dass 1 Euro Einsatz bei illegalen Anbietern als 20 Coins erscheint.

Auf diese Weise verlierst du als Spieler den Überblick über deine Einsätze, Gewinne und Verluste und es wird dir erschwert, selbstgesteckte Limits einzuhalten und ein vernünftiges Bankroll Management zu betreiben.

Spielautomaten Gewinne: Psychologische Perspektive aus Sicht der Spieler

Beim Glücksspiel ist die aktuelle Spielrunde stets getrennt von der vorherigen und der zukünftigen Runde zu betrachten. Das bedeutet, dass Spieler im aktuellen Spin die gleichen Gewinnchancen haben wie bei allen vorangegangenen und zukünftigen Drehungen.

Warum Spieler Gewinnwahrscheinlichkeiten oft falsch einschätzen

Dennoch sind viele Spieler der Meinung, dass der große Gewinn sicher bald kommen wird, da sie in den letzten zehn Spins keine Auszahlung generieren konnten.

Sie verstehen nicht, dass sie auch in der jetzigen Spielrunde genau die gleichen Gewinnchancen haben wie beim vorherigen Spin.

So erinnern sich die Walzen nicht an die letzte Position, genauso wie der Würfel sich nicht an den letzten Wurf oder die Roulette-Kugel sich nicht an die letzte Zahl erinnert.

Wirfst du eine Münze, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Zahl fällt, immer 50:50, auch wenn bei 20 vorangegangenen Würfen immer Kopf gefallen sein sollte.

Wenn beim Roulette zwanzigmal Schwarz fällt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass in der nächsten Runde Rot fällt, nicht höher.

Dieser Trugschluss wird als Gambler’s Fallacy oder auch Monte-Carlo-Effekt bezeichnet. Es liegt in der Natur des Menschen, nach bestimmten Mustern zu suchen. Diese Muster gibt es beim Glücksspiel jedoch nicht.

Erwartungswert und Hausvorteil

Der Erwartungswert von Glücksspielen beträgt niemals 100 %, da ein sogenannter Hausvorteil einkalkuliert wird.

Beim Automatenspiel bewegt sich der RTP zwischen 84 und 95 %. Das bedeutet: Zwischen 5 und 16 % gelten als Hausvorteil.

Dieses Geld sind die Einnahmen der Spielstätte, mit der Angestellte, Einrichtungen, Technik, Spielgeräte, Slot Hersteller und Steuern bezahlt werden.

Auch für Spieler ist es interessant, diese Daten zu kennen, denn sie ermöglichen es dir, die Gewinnerwartungen der verschiedenen Spiele zu vergleichen.

Der Erwartungswert gibt an, welche Auszahlungen du langfristig und durchschnittlich bei einem Spiel erwarten kannst. Daher ist es auch so wichtig, den RTP eines Spiels zu überprüfen und in die Wahl des Spiels einfließen zu lassen.

Einfluss der Gewinne in Slots auf die Spielerbindung

Die Auszahlungsquoten der Spiele haben einen großen Einfluss auf die Spielerbindung in deutschen Online Spielotheken.

Die zunehmende Transparenz der Anbieter bietet den Spielern mehr Informationen, die Vergleiche erleichtern.

Wirbt eine Online-Spielothek mit einem hohen Return to Player, ist dies für viele Spieler ein wichtiges Auswahlkriterium.

Neben den RTP-Werten gibt es noch andere Faktoren, die in die Wahl eines Anbieters einfließen:

  • Besitz einer Lizenz der zuständigen Aufsichtsbehörde
  • Gestaltung und Aufbau der Webseite
  • Auswahl der Spiele
  • Angebote für Neukunden
  • Bonusangebote für Bestandsspieler
  • Umsatzbedingungen

Technische Umsetzung der Gewinnberechnung in Online Slots

Alle Prozesse, die beim Spiel mit dem Online-Slot ablaufen, werden auf dem Server des Herstellers umgesetzt. Auf deinem Display siehst du immer nur das Ergebnis dieses Prozesses.

Mit deinem Klick auf den Spin Button schickt dein Browser eine Nachricht mit folgenden Informationen an den Server:

  • Wie viel du setzt
  • Welche Einstellungen aktiv sind
  • Wer du bist (Session)

Auf dem Server wird geprüft, ob die Regeln eingehalten wurden und deine Session gültig ist. Wenn alles im grünen Bereich liegt, erzeugt der Server mit dem Algorithmus zufällige numerische Werte. Diese entscheiden, welche Symbole wo landen und welches Endergebnis zu erwarten ist.

Anschließend wird der Gewinn berechnet. Dabei werden Gewinnlinien, Scatter, Bonusspiele und Features miteinbezogen. Erst danach wird das Ergebnis an den Browser geschickt und ist auch für dich sichtbar:

  • Die Walzen drehen sich
  • Symbole bleiben stehen
  • Gewinn blinkt auf
  • Der Gewinn wird auf dein Konto gebucht

Zertifizierung und Prüfungen (international und national)

In vielen Ländern dürfen Online-Slots nur angeboten werden, wenn sie vorher von unabhängigen Stellen geprüft und zertifiziert wurden. Diese Zertifizierung umfasst typischerweise mehrere Bereiche.

Zuerst wird der Zufallszahlengenerator (RNG) geprüft. Dabei geht es unter anderem darum, ob die Zufallswerte statistisch korrekt sind, ob die Umsetzung funktioniert, wie der interne Zustand (Seed/State) verwaltet wird und ob das System so aufgebaut ist, dass Ergebnisse nicht vorhersehbar oder nachträglich manipulierbar sind.

Zusätzlich wird die Spiellogik geprüft: Es wird kontrolliert, ob Gewinne genau nach der angegebenen Paytable berechnet werden, ob Bonusfunktionen richtig auslösen, ob Rundungen korrekt erfolgen und ob alle Spielzustände z. B. Freispiele, Multiplikatoren sauber verarbeitet werden.

Ein weiterer Prüfblock betrifft die Sicherheit und Integrität des Systems, also Schutz gegen Manipulation, Zugriffskontrollen und ein nachvollziehbares Change-Management, damit Updates nicht unbemerkt die Funktionsweise verändern.

Audits der Spielautomaten und der Gewinnberechnung

Je nach Lizenzgebiet kommen System- und Compliance-Audits hinzu, bei denen auch Prozesse, Dokumentation und technische Betriebsabläufe bewertet werden.

Organisationen wie z.B. GLI oder eCOGRA sind als Testhäuser bekannt, die RNG und Spiellogik prüfen und entsprechende Zertifikate ausstellen.

Behörden wie die Malta Gaming Authority (MGA) oder die britische UK Gambling Commission definieren zusätzlich eigene Rahmenwerke bzw. technische Standards und verlangen dafür passende Nachweise und Tests.

In Deutschland gelten zusätzlich sehr konkrete gesetzliche Vorgaben und Regeln für Online Slots.

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) regelt unter anderem bestimmte Spielparameter direkt im Gesetz, zum Beispiel eine durchschnittliche Mindestspieldauer von mindestens 5 Sekunden pro Spiel sowie ein Einsatzlimit von maximal 1 Euro pro Spiel.

Ergänzend veröffentlicht die GGL Auslegungshinweise, die für Anbieter und Entwickler praktisch wichtig sind, etwa dazu, wie Spielregeln darzustellen sind oder welche Transparenzhinweise zu Wahrscheinlichkeiten und Funktionsweisen erforderlich sein können.

Einsatz von Blockchain und KI bei der Entwicklung von Slots

Blockchain und KI werden bei der Entwicklung von Online-Slots oft als neue Technologien genannt, in der Praxis sind ihre Einsatzfelder aber recht unterschiedlich.

Bei Blockchain geht es im Glücksspielkontext vor allem um Nachvollziehbarkeit und Vertrauen. Häufig diskutiert wird das Konzept „provably fair“: Dabei soll technisch beweisbar sein, dass der Anbieter nach Abgabe des Einsatzes das Ergebnis nicht mehr nachträglich verändern kann.

Das funktioniert oft über ein sogenanntes Commit–Reveal-Verfahren:

Der Server legt vor dem Spiel einen kryptografischen Fingerabdruck, z. B. einen Hash eines geheimen Werts ab und zeigt diesen geheimen Wert erst nach dem Spiel. So kann man im Nachhinein prüfen, ob der ursprüngliche Wert wirklich verwendet wurde.

Ein zweiter Blockchain-naher Ansatz ist verifizierbare Zufälligkeit (Verifiable Randomness) über spezielle Dienste, bei denen ein Zufallswert zusammen mit einem kryptografischen Beleg geliefert wird, so dass sich die Korrektheit des Zufallsprinzips überprüfen lässt.

Wichtig ist aber auch die Einschränkung: Bei klassischen Slots mit sehr vielen möglichen Zuständen (Walzen, Bonusspiele, Features, hohe Spin-Frequenz) ist es meist zu teuer und zu langsam, die komplette Spiel-Logik „voll on-chain“ abzubilden.

Deshalb sieht man in der Praxis eher Mischformen: Auf der Blockchain werden höchstens Seeds, Hashes oder Prüfbelege gespeichert, um einen Audit-Trail zu erzeugen, während die eigentliche Ergebnisberechnung weiterhin off-chain auf klassischen Game-Servern stattfindet.

Künstliche Intelligenz bei der Berechnung der Gewinne an Spielautomaten

Künstliche Intelligenz (KI) wird in der Slot-Entwicklung dagegen vor allem dort eingesetzt, wo sie Prozesse effizienter macht, ohne die zertifizierte Spielmechanik zu verändern.

Typische Anwendungen sind zum Beispiel Balancing und Simulation: KI-gestützte Verfahren können helfen, große Parameter-Räume schneller zu testen, etwa um Ziele bei RTP, Volatilität oder Bonusfrequenzen zu erreichen.

Außerdem ist KI im Bereich Qualitätssicherung nützlich, etwa um Telemetrie-Daten auszuwerten und Auffälligkeiten zu erkennen, zum Beispiel unerwartete Trefferquoten nach einem Update.

Weitere Anwendungsfelder sind Betrugs- und Missbrauchserkennung sowie Responsible-Gaming-Analysen, bei denen Risikosignale frühzeitig erkannt werden sollen, was in vielen regulierten Märkten ausdrücklich erwartet oder zumindest positiv bewertet wird.

Ein kritischer Bereich entsteht dann, wenn KI nicht nur analysiert, sondern aktiv versucht, Spielverhalten individuell zu beeinflussen, etwa durch stark personalisierte Anreize oder Mechaniken, die dich gezielt „dranbleiben lassen“. Das kann regulatorisch und ethisch schnell als problematisch oder manipulierend bewertet werden.

Gerade in streng regulierten Märkten ist deshalb wichtig, die Spielmechanik selbst, also RNG, Auszahlungslogik, Features, klar als fix und zertifiziert zu behandeln und KI eher in anderen Systemen zu verwenden, zum Beispiel für Responsible Gaming, Support, QA oder Sicherheitsanalysen.

Beispielhafte Berechnungen von Auszahlungswerten und Gewinnen an Slots

Zum Schluss wollen wir uns beispielhafte Berechnungen für 1.000 Drehungen bei einem Einsatz von 1,00 € pro Drehung und einen Vergleich von 3 Auszahlungswerten (RTP) inkl. simulierter Auszahlung anschauen.

Wichtig: Die Simulation ist eine Beispiel-Stichprobe. Daher kann sie bei nur 1.000 Spins deutlich über oder unter dem Erwartungswert liegen, weil Slots selten sehr hohe Gewinne generieren.

  • Beispielhafte Simulation: 1.000 Drehungen am Slot
  • Einsatz: 1,00 € pro Drehung
  • Drehungen: 1.000
  • Vergleich: 3 Auszahlungswerte (RTP)
RTPEinsatz pro Drehung (€)DrehungenGesamteinsatz (€)Erwartete Auszahlung (€)Erwarteter Gewinn/Verlust (€)Simulierte Auszahlung (€)Simulierter Gewinn/Verlust (€)
92 %1,001.0001.000920−80952,20−47,80
96 %1,001.0001.000960−401.106,74+106,74
98 %1,001.0001.000980−201.410,50+410,50

Der Auszahlungswert (RTP), zum Beispiel 96 %, beschreibt einen langfristigen Durchschnittswert. Er bedeutet, dass über eine sehr große Anzahl von Spielrunden hinweg im Mittel etwa 96 Euro pro 100 Euro Einsatz an die Spieler zurückfließen.

Dieser Wert ist kein Versprechen für einzelne Spielrunden oder kurze Spielsitzungen, sondern eine statistische Kennzahl, die sich erst über einen langen Zeitraum stabil zeigt.

Bei einer kleinen Anzahl von Spielrunden, etwa 1.000 Drehungen, können die tatsächlichen Ergebnisse stark vom theoretischen RTP abweichen.

Zufällige Schwankungen spielen hier eine große Rolle, insbesondere weil Gewinne bei Slots oft ungleich verteilt sind und seltene hohe Auszahlungen das Gesamtergebnis stark beeinflussen können.

Aus diesem Grund kann es kurzfristig durchaus vorkommen, dass ein Slot mit niedrigerem RTP besser abschneidet als ein Slot mit höherem RTP.

Erst wenn ein Slot über sehr viele Millionen Drehungen gespielt wird, gleichen sich diese Zufallsschwankungen zunehmend aus. In diesem Bereich nähert sich das tatsächliche Auszahlungsverhalten Schritt für Schritt dem theoretisch berechneten RTP an.

Fazit: Gewinne an Slots basieren auf Mathematik

Die Berechnung der Gewinne an Spielautomaten basiert auf Mathematik und einer vergleichsweise simplen Formel. Einfluss haben zudem Faktoren wie die Volatilität, die Mechanik und das Design oder die Auszahlungsquote.

Für Spieler lohnt es sich, mit den Details „hinter den Kulissen“ der Automatenspiele zu befassen. Diese ermöglichen einen verantwortungsbewussten Umgang und helfen dir dabei, mit einer realistischen Erwartung zu spielen.

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FAQs: Wie werden Gewinne bei Spielautomaten berechnet?

Die Berechnung der Gewinne an Slots basiert auf der Formel Gewinne = Einsatz x (Auszahlungsquote/Wahrscheinlichkeit). Da die Auszahlungsquote über einen sehr langen Zeitraum ermittelt wird, lässt die Formel keine Berechnung von kurzfristigen Gewinnen zu.

Einen Einfluss auf die Berechnung der Gewinne an Slots haben verschiedene Werte wie die Auszahlungsquote, der Spieleinsatz und die Mechaniken eines Spiels. Darüber hinaus wird die Häufigkeit von Gewinnen durch die Volatilität beeinflusst.

In der Theorie ermöglichen Spielautomaten mit höheren Auszahlungsquoten höhere Gewinnchancen. In der Praxis lässt der Return to Player jedoch keine Rückschlüsse auf die eigenen Gewinnchancen zu, da dieser Wert auf oftmals mehreren Millionen Spielrunden basiert.